NNM auf dem Perspektivenkongress
12.05.2004: Das Netzwerk Neue Medien beteiligt sich inhaltlich am "Perspektivenkongress - Es geht auch anders" vom 14.-16. Mai in Berlin, zu dem eine Vielzahl von Organisationen und Initiativen (u.a. Ver.di, Attac, etc.) eingeladen hat.<b>P e r s p e k t i v e n k o n g r e s s</b>
14. - 16. Mai 2004,
TU Berlin, Str. des 17. Juni 135
Panel 14
Samstag, 15 Mai, 10-12 Uhr, H1028
<b>Freie Informationsgesellschaft statt Monopolisierung von Infrastruktur und Wissen!</b>
Am Beginn des 21. Jahrhunderts steht die Informationsgesellschaft am Scheideweg. Auf der einen Seite gibt es eine Entwicklung zu weniger Freiheit im Netz und zu immer stärkerer Privatisierung
öffentlicher Infrastrukturen und des Wissens als Allgemeingut. Auch Wissen in
Form von Medikamenten und Saatgut wird privatisiert (z.B. Biopiraterie). Mit Zensur im Netz, Digitalem Rechtemanagement (DRM), Softwarepatenten, Kriminalisierung von hunderttausenden Musikdownloadern versuchen Staat und Industrie die Freiheit des Netzes ihren Zielen
unterzuordnen. Sie gefährden demokratische Teilhabe, Innovation und Kreativität und den Austausch von Wissen und Kultur. Aber es gibt auch die freie, emanzipatorische Perspektive.
Gerade im Bereich der Informationsmedien arbeiten viele Menschen an einer anderen Gesellschaft. Ihre Stichworte sind: Freie Software, Öffentliche Infrastrukturen, Creative Commons,
Wikipedia, Wissensallmende.
Einführung und Moderation:
<b>Oliver Moldenhauer</b>, Attac Koordinierungskreis und AG Wissensallmende
ReferentInnen:
<b>Christiane Gerstetter</b>, Biopirateriekampagne BuKo, Uni Bremen
Private Aneignung und Monopolisierung von pflanzengenetischen Ressourcen und
medizinischen Wirkstoffen durch Pharmaindustrie u.a. - Gegenmodelle.
<b>Prof. Dr. Bernd Lutterbeck</b>, Technische Universität Berlin
Die neuesten Formen der Privatisierung in der Informationsgesellschaft: Softwarepatente, Urheberrecht, Markenrecht und die neue EU-Richtline. Was ist und wer will das Digitale
Rechtemanagement, wie sieht es in der Praxis aus? Was gibt es für Alternativen?
<b>Annette Mühlberg</b>, Referat eGovernment beim ver.di-Bundesvorstand, Vorstand nnm e.V.
Öffentliche Infrastrukturen, wie werden sie eingeschränkt und welche Gefahren entstehen durch Monopolisierung? Welche Visionen informationellen Gemeinguts setzen wir dagegen?
<b>Andy Müller-Maguhn</b>, Chaos Computer Club (CCC)
Freier Austausch von Informationen, wo werden sie behindert, was gibt es für Alternativen? Freie Software, Kampagne geg. Phonoverband - Online-Pauschalgebühren, Wikipedia.
Wo r k s h o p
Samstag, 15 Mai, 17-19 Uhr, EB 222
<b>Aktionsmöglichkeiten für eine freie
Informationsgesellschaft!</b>
In diesem Workshop werden politische Handlungsmöglichkeiten zu den im Panel 14 ”Freie Informationsgesellschaft statt Monopolisierung von Infrastruktur und Wissen!” behandelten Fragen vorgestellt und zur Mitarbeit eingeladen.
Mitveranstalter sind Attac,
ver.di, netzwerk neue medien, comedia - Mediengewerkschaft Schweiz.
Ziel ist, über die aktuellen Themen und Initiativen einen Überblick zu verschaffen und Antwort zu geben auf die Fragen: ”Wo kann ich mich weiter informieren?”, ”Wie kann ich mich vernetzen?”, ”Wo kann ich aktiv werden?”
Moderation:
<b>Oliver Moldenhauer</b>, Attac Koordinierungskreis und AG Wissensallmende
Referenten:
<b>Dr. Volker Grassmuck</b>, Humboldt-Universität, Berlin
Initiative für Privatkopie und alternative Vergütungsmodele: Online-Pauschalvergütung
<b>Andreas Gebhard</b>, newthinking, Vorstand NNM e.V., Linuxexperte
Kampagne zu Freier Software - Inovation, Kultur, sparsame Haushalte, Demokratie
<b>Markus Beckedahl</b>, Vorsitzender netzwerk neue medien (nnm)
Totale Überwachung? RFID-Chips im Pullover und am Yoghurtbecher
<b>Matthias "Wetterfrosch” Mehldau</b>, Chaos Computer Club (CCC)/NNM
Wissen austauschen und zugänglich machen: Wikipedia, die Menschheit schreibt ihr Weltlexikon
<b>Wolf Ludwig</b>, comedia - Mediengewerkschaft Schweiz
Mitkoordinator der Schweizer Plattform "Zivilgesellschaft für die
Informationsgesellschaft”: comunica-ch
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