Themen
|
|
Arbeitsgruppe E-Demokratie
02.03.2003: Was macht die Arbeitsgruppe E-Demokratie des Netzwerks Neue Medien?Elektronische Demokratie
Die Interaktion zwischen der repräsentativen Demokratie und den klassischen Massenmedien ist in ihren Eigenschaften, Möglichkeiten und Auswirkungen vielfach diskutiert worden. Das in dieser Diskussion entwickelte Schlagwort der Mediokratie, welches die gegenseitige Abhängigkeit von Politik und Massenmedien bezeichnet ist hier nur ein Bespiel.
Das E-Demokratie Forum des Netzwerkes Neue Medien will dazu anregen und beitragen, diese Diskussion auf die Interaktion zwischen Politik und den Neuen Medien auszuweiten. Die Bandbreite der Themen die inhaltlich in dieses Forum passen, reicht von den Chancen und Gefahren des Televoting und des *Einwohnermeldamt-online* bis zu den Merkmalen eines neuerlichen Strukturwandels der Öffentlichkeit und den Entstehungs- und Möglichkeitsbedingungen einer virtuellen politischen Subjektivität. Welche Schwierigkeiten tauchen auf bei einer Transformation der Politik, beziehungsweise der repräsentativen Demokratie? Ist diese Transformation überhaupt möglich beziehungsweise gewünscht? Welche Möglichkeiten eröffnet die Virtualisierung den Bestrebungen, die repräsentative Demokratie durch direkte Elemente zu ergänzen? Auf welche Weise berühren und verändern die Neuen Medien Grundwerte oder auch die Grundrechte unseres Gemeinwesens? In welches Format übersetzen die Neuen Medien, die klassische politische Talkshow und den Parteitagsbericht des Fernsehens? Die Diskussion dieser und vieler anderer Fragen sollen das E-Demokratie Forum des Netzwerkes Neue Medien mit Leben erfüllen. Aus den Diskussionen im Forum kann sich dann, bei entsprechendem Interesse ein Workshop ergeben, eine Link- und Literatursammlung oder ein Archiv zu den diskutierten Themen entstehen.
Auf dem letzten Real-Life Treffen der AG wurden diese Vorstellungen ergänzt und auch konkretisiert: Wir wollen inhaltlich über konkrete Projekte berichten, um von möglichst vielen Dingen etwas mitzubekommen; auch eine theoretische Diskussion führen; uns mit E-Governance beschäftigen; auf die politische Meinungsbildung wirken, an konkreten Projekten mitarbeiten; herausfinden, wie Politik tatsächlich mit den Strukturen der Meinungsbildung im Netz umgeht und in der Liste an paradigmatischen Projekten, z.B. D21 Informationsfreiheits-Gesetz, diskutieren; uns auch mit Cyberdemokratie und Verwaltung beschäftigen. Diese Liste ist bewußt breit angelegt, sie umreißt die Möglichkeiten der Diskussion und die Interessen der Menschen, die sich bisher beteiligt haben.
Als erstes konkretes Projekt hat sich AG vorgenommen Evaluierungskriterien für Politik im Netz zu entwickeln und an existierende Projekte anzulegen. Zu diesem Thema wird demnächst ein Impulsbeitrag in das Forum gestellt um die Diskussion anzustoßen.
Ansprechpartner: Arne Rogg Zurück
|
|