Themen
|
|
Terrorismusbekämpfung ja, Überwachungsstaat nein
18.09.2001: PM zur Frage der elektronischen Bürgerrechte nach dem 11. September 2001Das Netzwerk Neue Medien warnt davor, dass im Sog der Ereignisse vom 11. September 2001 Bürgerrechte in den westlichen Gesellschaften aufs Spiel gesetzt werden. Das
Netzwerk unterstützt Maßnahmen, um die schrecklichen Anschläge aufzuklären und ihre
Urheber und Unterstützer zur Rechenschaft zu ziehen. "Dies darf allerdings nicht dazu
führen, dass jetzt wichtige Bürgerrechte wie insbesondere das Recht auf informationelle
Selbstbestimmung und auf Schutz der Privatsphäre beseitigt oder eingeengt werden. Aus
den Anschlägen den Schluss zu ziehen, dass jetzt noch mehr Geld in noch mehr
Überwachung zu investieren sei, halten wir für falsch. Vielmehr macht der bestürzende
Anschlag deutlich, dass auch einer der technisch hochgerüstetsten und
bestausgestattesten Geheimdienste der Welt diese Form von Terrorismus nicht verhindern
konnte. Statt auf die weitere Einschränkung von Schutzrechten gegenüber dem Staat zu
setzen, wie sie jetzt aus konservativen Kreisen gefordert wird, muss es darum gehen, die
Ursachen und das Klima zu bekämpfen, aus dem Terrorismus entsteht. Wer sich für die
Werte einer zivilen und demokratischen Gesellschaft einsetzt und diese auch im Nahen
Osten einfordert, macht sich selbst unglaubwürdig, wenn diese Werte zugleich zuhause mit
Füßen getreten werden", so Markus Beckedahl für das Netzwerk Neue Medien.
Das grünennahe Netzwerk Neue Medien ist ein Zusammenschluss von an Netzpolitik
interessierter Menschen, die für eine freie Wissensgesellschafteintreten.
Zurück
|
|